Fallstudie zu CabFold in der Automobilindustrie

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Wie die BMW Group mit einem maßgeschneiderten, faltbaren Container jährlich 3.000 Tonnen CO₂ einspart

Unternehmensprofil

Die BMW Group, einer der weltweit führenden Premium-Automobilhersteller, ist ein langjähriger Partner von Cabka und ein Unternehmen mit ehrgeizigen Nachhaltigkeitszielen entlang seiner gesamten Lieferkette – einschließlich der Verpackungslogistik.

Die Herausforderung

Das bestehende Logistiksystem der BMW Group für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten stützte sich stark auf herkömmliche Gitterboxen aus Metall. So robust sie auch waren, brachten diese Behälter erhebliche Nachteile mit sich. Ihre offene Bauweise bot keinen Schutz vor Staub, Schmutz oder Rost, was den Einsatz zusätzlicher Einweg-Kartons um die Teile erforderlich machte – mit mehr Abfall, höheren Kosten und größerer Handhabungskomplexität in jeder Phase.

Das tiefer liegende Problem lag in der Rückführungslogistik. Da sich die Metallboxen weder falten noch ineinander stapeln ließen, war der Rücktransport ineffizient: Die Lkw beförderten größtenteils leeren Raum. Das schlug sich unmittelbar in überhöhtem Kraftstoffverbrauch, unnötigen CO₂-Emissionen und aufgeblähten Logistikkosten nieder. Bei über 10.000 Behältern im Umlauf summierten sich selbst geringfügige Ineffizienzen im gesamten Netzwerk rasch.

BMW benötigte einen Behälter, der empfindliche Automobilkomponenten aufnehmen, sich in den bestehenden Logistikfluss einfügen und die Transporteffizienz drastisch steigern konnte – und das bei einem deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck.

Die Lösung

Cabka entwickelte den CabFold Hybrid vollständig von Grund auf, in enger Zusammenarbeit mit den Entwicklungsteams der BMW Group. Das Ergebnis ist ein maßgefertigter faltbarer Großbehälter (FLC), der speziell für die Lagerung und den Versand von Karosserie- und Fahrwerkskomponenten konzipiert ist.

Zu den wichtigsten Merkmalen des CabFold Hybrid gehören:

- 94 % recycelter HDPE-Anteil – damit zählt er zu den Großbehältern mit dem höchsten Rezyklatanteil auf dem Markt und steht voll im Einklang mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft

- 755 Liter Innenvolumen – das größte seiner Klasse, das mehr Ladevolumen und eine effizientere Nutzung der Lkw-Kapazität auf den Hinfahrten bietet

- Zu 70 % faltbares Design – leere Behälter lassen sich auf weniger als ein Drittel ihres vollen Volumens zusammenfalten, sodass bis zu 288 gefaltete Einheiten in einen einzigen Rück-Lkw passen

- 40 % leichter als Metallalternativen – mit einem Leergewicht von 52,5 kg verringert der Behälter sowohl den Handhabungsaufwand als auch die CO₂-Emissionen pro Fahrt gegenüber der bisherigen Gitterbox

- Geschlossene Seitenwände – schützen die Komponenten vor Staub, Schmutz und Rost und machen zusätzliche Einwegverpackungen aus Karton überflüssig

- Modulare, reparierbare Bauweise – einzelne Seitenwandpaneele und Bodenstützen lassen sich entnehmen und ersetzen, was die Produktlebensdauer verlängert und Abfall reduziert

- Kompatibilität mit vorhandenen Metallboxen – der CabFold Hybrid lässt sich gemeinsam mit Gitterboxen stapeln und transportieren und ermöglicht so einen schrittweisen, störungsarmen Übergang

- Schnelles Falten – manuell oder automatisiert: Die Wände lassen sich in beliebiger Reihenfolge in Sekunden falten, ohne festgelegtes Verfahren, was die Handhabungszeit in der Halle reduziert

Am Ende ihrer Lebensdauer gelangen die Behälter in Cabkas eigenen Recyclingkreislauf – damit wird der Materialkreislauf vollständig geschlossen und ein echtes Kreislaufwirtschaftsmodell gestärkt.

Die Ergebnisse

Im gesamten Verpackungslogistiknetzwerk der BMW Group eingesetzt, hat der CabFold Hybrid messbare Wirkung erzielt:

- Rund 3.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart – erreicht über eine Flotte von mehr als 10.000 Behältern durch geringeres Gewicht, faltbare Rückführungslogistik und weniger Leerfahrten

- Rückführungsvolumen auf weniger als ein Drittel reduziert – das Faltverhältnis von 70 % bedeutet, dass Lkw pro Rückfahrt deutlich mehr Behälter befördern, was Kraftstoffverbrauch und Frachtkosten unmittelbar senkt

- Bis zu 288 Behälter pro Rück-Lkw – gegenüber einem Bruchteil davon mit den zuvor eingesetzten, nicht faltbaren Metall-Gitterboxen

- Karton aus dem Prozess eliminiert – die geschlossenen Wände machen eine Einweg-Schutzverpackung um die Komponenten überflüssig und reduzieren so Einwegabfall

- Schrittweiser, störungsfreier Übergang – die Kompatibilität mit vorhandenen Metallboxen ermöglichte es BMW, die neuen Behälter ohne Betriebsunterbrechung schrittweise einzuführen

 

 

 

Wichtigste Erkenntnisse

- Kreislaufwirtschaft im industriellen Maßstab ist machbar: Ein Behälter mit 94 % Rezyklatanteil, der zudem wiederverwendbar, reparierbar und recycelbar ist, beweist, dass Nachhaltigkeit und Leistung sich nicht ausschließen.

- Faltbarkeit ist ein Logistik-Multiplikator: Wer für die Rückführungslogistik konzipiert – und nicht nur für den Hinweg –, erschließt erhebliche Kosten- und Emissionssenkungen über die gesamte Flotte hinweg.

- Der Wegfall der Sekundärverpackung verstärkt die Einsparungen: Wenn Einwegkarton entfällt, sinkt nicht nur der Abfall, sondern die Handhabung wird einfacher und die Gesamtbetriebskosten sinken.

- Partnerschaften mit Doppelrolle beschleunigen die Einführung: Cabkas Position als zertifizierter Entsorger der Kunststoffabfälle von BMW und zugleich als Entwicklungspartner für Behälter schuf eine einzigartig vertrauensvolle, durchgängige Beziehung, die ein vollständig neu konzipiertes Designprojekt erst möglich machte.

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